Montag, 27. Juni 2011

Deutscher Meister - immer wieder ...

(25./26. Juni 2011) Während die Damen der Deutsche Fußballnationalmannschaft am Sonntag den 26. Juni 2011 erst die Seite eins des Buches aufschlugen, wurde das Sommermärchen für die Floorball Herren des TSV Berkersheim 1910 e. V. zur Wirklichkeit. Und das „Märchen“ das keins war, sondern hart erkämpfte Realität, nahm ein gutes Ende. Ein sehr gutes sogar.
Der TSV Berkersheim wiederholte den Vorjahreserfolg und wurde erneut Deutscher Meister Floorball Herren KF. Am Samstag in Südkahmen, begann die Mission Titelverteidigung beim zweitägigen Endrundenturnier der besten acht Mannschaften aus Deutschland noch mit einem Fehlstart. Gegen den Gastgeber gab es eine Niederlage. 5 : 6 hieß es am Ende der ersten Partie. Doch mit einem 12 : 4 gegen UHC Berlin und einem 7 : 4 gegen die SG Siems/Tetenbüll wurde der Einzug ins Halbfinale dann doch relativ sicher erreicht. Dort trafen der TSV am Finaltag auf den VfL Kaufering und gewann ungefährdet 6 : 2. Das junge Team aus Kaufering kämpfte zwar bis zum Ende der Begegnung aufopferungsvoll, konnte der Erfahrung der TSV Spieler aber nichts Zwingendes entgegensetzen.
So zog der TSV Berkersheim ins Finale ein und traf dort, wie im letzten Jahr, auf den SSC Hochdahl. Dass diese noch eine Rechnung aus dem letzten Jahr offen hatten, zeigten sie nicht nur auf dem Platz. Auch die mitgereisten Fans aus Hochdahl hatten die schmerzliche Niederlage aus dem Vorjahr scheinbar noch nicht verkraftet und taten dies lautstark kund. Aber dies nütze ihnen alles nichts, dieses Jahr waren die mitgereisten Fans des TSV Berkersheim gut gerüstet und übertönten die Hochdahler Anhängerschaft mit „Pauken und Trompeten“. Auf dem Platz wurde die Partie von beiden Seiten von Anfang an engagiert und mit der gebotenen Härte geführt, was gleich in den ersten 5 Minuten zu zwei Strafzeiten führte. Die erste ging an Hochdahl, die zweite an Berkersheim. Als Calle Öhlander seine Strafe absaß, nutzte Hochdahl das Überzahlspiel und kam nach 06:08 Minuten zur 0 : 1 Führung. Doch dadurch ließ sich der TSV nicht aus der Ruhe bringen. Sie spielten ruhig weiter und warteten auf ihre Chancen. Keinem anderem als dem Spielertrainer Jani Matilainen war es vergönnt, für den Ausgleich zu sorgen. Just in dem Moment, als Stephan Jung wieder von der Strafbank kam, konnte Jani ein Zuspiel von Thomas Carlsson, nach 11:45 Minuten im Tor des SSC Hochdahl unterbringen. Noch vor der Halbzeit konnte Tom Karppinnen die Mannschaft aus dem Frankfurter Nordosten mit 2 : 1 in Führung bringen und für die psychisch wichtige Halbzeitführung sorgen. Die zweite Hälfte begann wie die erste Halbzeit. Ein Spieler aus Hochdahl musste nach 02:38 Minuten erneut auf der Strafbank platz nehmen und der TSV Berkersheim zog ein Powerplay auf. Es war erneut Jani Matilainen, der einen Pass von Tom Karppinnen nutzte und das 3 : 1 erzielte. Danach spielten die „Alten Herren“ aus Berkersheim, wie sie sich nach Spielende selbst titulierten, die Partie souverän nach Hause. Mit aller Routine und bis zur Erschöpfung kämpfend brachten Sie den wesentlich jüngeren Gegner auf dem Platz und deren „Fans“ auf den Rängen zur Verzweifelung. Erst hielten Sie über einige Wechsel hinweg den Ball mehrere Minuten in den eigenen Reihen, dann ließ die Abwehr keinen Schuss oder Angriff der Hochdahler mehr zu. Kam doch mal ein Gegner durch, machte der jüngste im Team, der Goalie Waltteri Virtanen, einen Super-Job und hielt seinen Kasten im zweiten Durchgang sauber. Trotz des wilden Anrennens der Hochdahler Spieler hielt der 3 : 1 Vorsprung bis zur Schlusssirene.
Der TSV Berkersheim hat es doch tatsächlich geschafft, den Titel zu verteidigen und gezeigt, dass guter Floorball aus Frankfurt keine Eintagsfliege ist. Der Jubel hierüber kannte keine Grenzen, außer vielleicht bei den Hochdahlern.
Auf dem Weg zurück nach Frankfurt kam es auf der A1 und der A 45 dann zu spontanen Autocorsos. Zum Teil zweispurig und 6 Kilometer lang. OK, die meisten im Corso wussten nichts davon und hielten es für einen ganz normalen Stau, wir hatten aber bei den üblichen Jubelarien aus den Autolautsprecher viel Spaß und warfen sogar Süßigkeiten aus dem Fahrzeug. Beim Ausklang des Tages in einem Apfelweinlokal auf der „Berger“ wurde dann noch gut gegessen und reichlich getrunken. Und ein Resümee gab es auch. Deutscher Meister ist nur der TSV…
Dass es so bleibt, wünschen sich alle und so muss nun stark in die Jugendarbeit investiert werden, damit die „Alten Herren“ Unterstützung bekommen. Und auch das Damenteam wünscht sich neue Spielerinnen.

Bilder vom Halbfinale

Bilder vom Finale

Bilder rund um die DM

Ergebnisse

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