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Dienstag, 19. Mai 2020

Alles klar: Es geht wieder los - oder doch nicht?

(19. Mai 2020) Wenn man dieser Tage in die Presse schaut, kann man den Eindruck gewinnen, der Sportbetrieb in Frankfurt gehe mit Macht wieder los, es ist nur eine Frage von Tagen, bis wieder alles beim Alten ist. Wir sehen uns als Vorstand des TSV Berkersheim auch mit entsprechenden Anfragen - zum Teil in sehr forderndem Ton vorgetragen - konfrontiert, wann es denn bei uns endlich wieder losgeht - und wir würden diese Anfragen sehr, sehr, sehr gerne positiv beantworten.
Allein: So einfach ist die Sache mal wieder nicht. Es gibt sehr viele, einander zum Teil widersprechende Regularien von verschiedenen Verbänden und Institutionen wie dem Hessischen Landessportbund und dem Deutschen Olympischen Kommitee zu Fragen von Hygiene- und Sicherheitskonzepten. Auch die Fachverbände wie Floorball Hessen oder der Hessische Tanzsportverband haben dann noch mal Vorschläge, Ideen, Handreichungen, Anforderungen und Anweisungen: Das ist ein ziemliches Dickicht. Beispiel gefällig? Allgemein bekannt ist, dass Menschen einen Abstand von 1,5m halten sollen, der Hessische Tanzsportverband erklärt aber, dass das nicht für den Paartanz und nicht für Menschen gilt, die ohendies in einer häuslichen Gemeinschaft leben. Das gilt aber nur für das Tanztraining, nicht für Tanzveranstaltungen - und morgen stellt der ADTV dann vielleicht klar, dass das wiederum nicht für widdergeborene Handwerksmeister über 75 gilt ...
Einig sind sich alle nur in einem: Einzig und alleine die Vorstände der Sportvereine sind verantwortlich für die Sicherheit und die Gesundheit derjenigen, die Sport treiben wollen. Das erfordert von den ehrenamtlich arbeitetenden Vorständen ein erhebliches Maß an Um- und Vorsicht.

Zwei Dinge machen uns die Arbeit zusätzlich schwer: Die Lage ändert sich quasi täglich, da ist es fast unmöglich die Übersicht zu behalten und zeitnah zu entscheiden, was geht und was nicht. Zweitens hat die Sportstättenvergabe der Frankfurt erklärt, dass im Falle von Schulturnhallen die Schulen das bevorzugte Zugriffsrechts haben - und das hat gravierende Auswirkungen, denn die Schulen benötigen in diesen Zeiten ihre Sportstätten nicht nur für den Sport. In der Turnhalle der Carlo-Mierendorff-Schule werden zum Beispiel Prüfungen abgehalten, damit man in den Schulgebäuden im Übrigen die Abstandsregeln einhalten kann.

Und damit jetzt alles nicht zu einfach wird, braucht es noch ein gerüttet Maß zusätzlichen Papierkrams: Hygienekonzept für die Sportstätte (zum Beispiel unser eigenes Hellmuth-Wollenberg-Haus), Hygienekonzepte für die einzelnen Sportarten, erweiterte Anwesenheitsliste, Hygienebelehrungen für Übungsleiter und Teilnehmer - bei Kindern mit der Unterschrift ihrer Erziehungsberechtigten ...

Das hat zur Folge, dass wir unsere Sportangebote nur sehr viel langsamer wieder öffnen können, als uns lieb ist und dass in jedem Einzelfall auszuarbeiten ist, ob, wann und wie das entsprechende Angebot aussieht. Wir verstehen, dass Sie ungeduldig sind: Wir sind es auch! Aber es mag noch ein paar Tage dauern, bis wir wieder gemeinsam Sport treiben können und dürfen.

Für den Vorstand
Karsten Meyerhoff

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